Oft kommt es anders, als geplant

Man kann noch so sorgfältig planen, oft kommt es trotzdem anders. So erging es Alfies Eltern, deren Urlaub in Salzburg als Paar begann und als Familie endete. Hier erzählen sie ihre Geschichte. 

Städtetrip nach Salzburg

Unser Sohn Alfie sollte eigentlich am 3. November 2024 zur Welt kommen. Die Schwangerschaft verlief völlig normal, und Ende August wollten wir – Mama und Papa – noch einmal eine kleine Städtereise unternehmen. Ende August trafen wir im wunderschönen Salzburg ein und freuten uns sehr auf die Stadt. Mama war in der 29. Woche, gesund, aktiv und voller Vorfreude. Am dritten Tag, genossen wir eine gemütliche Stadtführung, ruhten uns am Nachmittag aus und besuchten abends ein Mozart-Konzert auf der Festung Hohensalzburg mit herrlichem Blick über die Stadt. Alfie strampelte fröhlich im Bauch.

Plötzlich alles anders

Doch in der Nacht passierte das Unerwartete: Zehn Wochen vor dem Termin platzte plötzlich die Fruchtblase. Mit dem Rettungswagen ging es ins Landeskrankenhaus Salzburg. Der Schreck war groß, doch das Notfallteam kümmerte sich sofort und einfühlsam um uns. Schnell wurde klar: Unser Baby würde viel zu früh kommen. Neben der Sorge um Alfie kam nun auch die Frage: Wo sollten wir so lange bleiben? Unser Hotel war nur für wenige Tage gebucht, und plötzlich stand ein monatelanger Aufenthalt im Raum.

Im Ronald McDonald Haus

Eine Ärztin hatte die rettende Idee: das Ronald McDonald Haus. Es ist direkt mit der der Station verbunden. Wir hatten zuvor noch nie davon gehört. Schon am nächsten Tag durften wir einziehen. Das Team im Ronald McDonald Haus hieß uns herzlich willkommen. Wir waren überwältigt: Das Haus war wunderschön, durchdacht gestaltet und bot alles, was man in einer solch schwierigen Zeit braucht: ein echtes „Zuhause auf Zeit“.

Der kleine Salzburger

Alfies erstes Zuhause war so das Ronald McDonald Haus in Salzburg. Er ist nun offiziell ein kleiner Salzburger – so steht es sogar in seiner Geburtsurkunde. Wir kommen bestimmt wieder und werden ihm ein bisschen Deutsch beibringen. Vielleicht bekommt er zur Hochzeit seiner Tante und seines Onkels sogar auch Lederhosen.

Große Dankbarkeit

Insgesamt verbrachten wir mehrere Wochen in Salzburg. Aus einer zunächst „unglücklichen“ Situation wurde dank der wunderbaren medizinischen Versorgung und dem einzigartigen Ronald McDonald Haus eine Zeit, für die wir unendlich dankbar sind. Wir wissen nicht, wie wir es ohne diese Hilfe geschafft hätten und ohne die Großzügigkeit der Spendenden, die diese Einrichtung ermöglichen. 

Danke an alle im Krankenhaus und im Ronald McDonald Haus – für ihre Fürsorge, Wärme und Unterstützung in einer Zeit, in der wir sie am meisten brauchten.